DGP Logo 4cDie Sektion Lehrende im Bereich der Pflegeausbildung und der Pflegestudiengänge in der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. hat Empfehlungen zur Ethikkompetenz in der Pflege formuliert und diese Ende Oktober publiziert.

Relevanz der Ethikkompetenz in der Pflege

In allen pflegeberuflichen Handlungsfeldern prägen ethische Fragestellungen und Konflikte den Alltag. Zukünftige Pflegende und Studierende der Pflege müssen darauf vorbereitet werden und die entsprechenden Handlungskompetenzen müssen im Rahmen von Ausbildung und Studium vermittelt werden.

Die Frage nach den zentralen Ethikkompetenzen pflegeberuflichen Handelns stellt sich somit für Lehrende in der Pflege (auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus) wie auch für Verantwortliche in der Praxis (in den jeweiligen Settings). Zugleich verweisen die Ausführungen im aktuell diskutierten Pflegeberufereformgesetz auf den Stellenwert einer pflegeprofessionellen Ethik. Insbesondere gemäß dem Ausbildungsziel (§ 5 Abs. 2) – das seinerseits fordert, dass die Pflege „entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse auf der Grundlage einer professionellen Ethik“ erfolgt – ist eine Konkretion der Ethikkompetenzen in der Pflege gefordert.

Angesichts dieser (An-)Forderungen hat die Sektion Lehrende im Bereich der Pflegeausbildung und der Pflegestudiengänge in der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. im Auftrag des Vorstandes der AEM zentrale Aspekte der Ethikkompetenz konkretisiert und die wesentlichen Konturen einer professionellen Ethik dargelegt.

Zentrale Aspekte der Ethikkompetenz in der Pflege

Das Papier der Sektion konkretisiert die Bedeutung und den Gegenstand der pflegeethischen Kompetenzen und formuliert abschließend und zusammenfassend sechs zentrale Bildungsziele wie zum Beispiel die Sensibilität für ethische Konfliktsituationen im pflegeberuflichen Handeln aber auch die Empathiefähigkeit und die Fähigkeit zum interdisziplinären Perspektivenwechsel.

Ziel des Papieres ist es, eine übergreifende Orientierung für die Ausgestaltung und Entwicklung von Curricula und zukünftigen (Rahmen-)Lehrplänen zu bieten. Das Papier ermöglicht es, die geforderten Ethikkompetenzen zu erfassen und für die jeweilige Qualifizierungsmaßnahmen entsprechend zu konkretisieren.

Die Sektion hat im Auftrag des Vorstandes der Akademie für Ethik in der Medizin somit einen wichtigen Beitrag zur Konkretion der Ethikkompetenzen von Pflegenden geleistet. Angesichts der Fragestellung: Welche Ethikkompetenzen braucht es um professionell – das heißt fachlich fundiert und ethisch reflektiert – zu entscheiden und zu handeln? bietet das Papier sowohl den Lehrenden in den Schulen und Hochschulen wie auch der Pflegepraxis eine konkrete Orientierung, um die geforderten Ethikkompetenzen im Ausbildungs- und Studienverlauf anzubahnen und zu vertiefen.

Die Akademie für Ethik in der Medizin ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Fachgesellschaft für Medizinethik. Sie fördert den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, den Heilberufen und im Gesundheitswesen.

Der Springer Verlag ist so freundlich, die Publikation „Zentrale Aspekte der Ethikkompetenz in der Pflege“ unter (http://link.springer.com/article/10.1007/s00481-016-0415-7) für drei Monate (ab dem 1.11.2016) kostenlos auf SpringerLink freizuschalten.

Oder online first unter: DOI 10.1007/s00481-016-0415-7

http://link.springer.com/article/10.1007/s00481-016-0415-7

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